#Mobbing #passiveGewalt #Hilfsbereitschaft #Anzeige
Vor kurzem habe ich ein Buch über Mobbing gelesen was mich immer noch sehr beschäftigt. Der Titel heißt UNSICHTBAR. Treffender konnte man ihn nicht wählen und realistischer könnte er nicht sein.
Der Junge in der Geschichte musste davon ausgehen unsichtbar zu sein, denn wie lässt es sich anders erklären, dass alle zusehen wie er gequält wird, egal ob Kinder oder Erwachsene und wohl keiner sein Leid sieht.
Frieden
Alle reden wir vom Wunsch des Friedens in der Welt, aber warum lassen wir es in unserem Umfeld einfach nur zu und sehen weg?
- Angst selbst betroffen zu sein – zum Opfer zu werden ?
- Zeit?
- Ruf? Ruf der Schule?
- Gleichgültigkeit?
- Wird sich schon wer anderes drum kümmern ….
Warum handeln wir so, wir die doch alle nach Frieden streben ? Wir, die doch alle denken, wir wären so viel besser als die Flüchtlingsfamilien aus den Kriesengebieten.
Gewalt ist keine Lösung – weg schauen aber auch nicht
Gerade da fällt mir ein Beispiel ein von einem 10jährigen Jungen, dessen Eltern aus einem Kriesengebiet geflüchtet sind.
Der Junge erzählte mir er musste einen anderen verbrügeln, da derjenige seinen Freund ständig beleidigt hat, ihm ein Bein gestellt usw.
Ok Prügel sind keine Option, aber er tat was, was die wenigsten tun. Hinschaun und handeln. Prügel wären nicht nötig wenn mehrere zusammen halten würden. Es gibt niemanden der so stark ist, wie eine Gruppe von Freunden, die hinter einem stehen.
Nicht nur die Kinder
In der Geschichte ging es um ein Schulkind, dass durch die Hölle ging. Es hört aber da nicht auf, sondern auch im Erwachsenen Leben, gibt es genug gewalt. Psychisch wie Physisch werden Menschen erniedrigt um einer anderen Person die Oberhand zu gewären.
file:///C:/Users/user/Documents/Rotes%20Kreuz/Suizidbericht_2023.pdf
Auszug aus dem Link:
Daten und Fakten zu Suizid in Österreich
Im Jahr 2022 starben in Österreich 1.276 Personen durch Suizid, mehr als dreimal so viele
wie im Straßenverkehr. Dies entspricht einer bevölkerungsbezogenen standardisierten
Suizidrate von 14,0 pro 100.000 Einwohner:innen. Seit den 1980er-Jahren war ein
deutlicher Rückgang der Suizidhäufigkeit zu beobachten, der sich im Zuge der weltweiten
Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2014 stark verlangsamte. Im Jahr 2022 kam es zu
einem temporären Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, insgesamt beträgt
der Rückgang gegenüber dem Jahr 1986 jedoch noch immer rund 40 Prozent. Mehr als
drei Viertel der Suizidtoten sind Männer. Zum ersten Mal sind in den Daten für das Jahr
2022 auch assistierte Suizide enthalten.
Quelle:

Sicher sind viele da auch mit dabei.
Gewalt, wie Mobbing, sexueller Gewalt, häusliche Gewalt usw.
Mobbing gab es immer schon, nur das Wort dafür ist neu
Auch ich gehörte zu der Art Mensch die Unsichtbar wurden.
Natürlich habe ich mir damals die Frage gestellt WARUM
Ich hatte wohl Fehler, die Anstoß dazu gaben
- Ich hatte nicht den selben Glauben wie die Anderen ( nicht Katholisch, sondern evangelisch )
- Meine Eltern kamen nicht aus Bayern, somit sprach ich nicht den selben Dialekt
- Ich war kränklich
- Beherzigte den Rat der Erwachsenen: Leg dir ein dickes Fell zu. Folglich wurde ich übergewichtig und somit war ich das perfekte Opfer.
Auch damals sahen alle weg, Erwachsene, Freunde, und Kinder. Die Lehrer von denen man Hilfe erwartete, weil sie ja die Pädagogen sind, kam auch nicht.
Ich habe erfahren wie sich das Anfühlt, die Ohnmacht,die Enttäuschung die Hilflosigkeit. Folglich habe ich beschlossen, nicht wie alle Anderen weg zu sehen. Es bedarf Mut, aber wer durch die Hölle ging, weiß diese Eigenart an sich zu schätzen.
Was heute viel schlimmer ist, ist das Nutzen der Sozialen Medien.
- Beleidigungen über Whatsup, Facebook, Insta und Co.
- Schikanen, die von Zuschauern gefilmt werden und statt zu helfen, diese Ereignisse posten. Ereignisse die nicht mehr ausgelöscht werden können .
Wenn wir wirklich Frieden wollen, sollten wir vielleicht mal hier bei uns anfangen.
Vielleicht denkt der eine oder Andere mal darüber nach und zeigt dass auch er Mut hat um ein stück mehr Frieden zu erreichen .

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